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Fixpunkte und alle möglichen Schwankungen. Zu dünn gekleidet, zu…

24 July 2026 at 12:55

Fixpunkte und alle möglichen Schwankungen. Zu dünn gekleidet, zu dick gekleidet, der Asphalt ist wärmer als gedacht, Supermarkt des geringsten Misstrauens, Kühlbereich, Warenlieferung, eine schmale Passage durch einen Irrgarten aus Metall und Kartons. Vorantasten, darauf bedacht, nicht hängen zu bleiben oder anzutosßen. Mehr Suchen als Finden. Verhaltene Kommunikation, Verläufe, das Universum wächst. Ein Nicken gen Kasse, ein Schritt gen Tür, draußen und trotzdem noch drinnen. 

Ein handschriftlich befülltes Plakat. Eine Flagge, die das Klebeband n…

20 July 2026 at 17:26

Ein handschriftlich befülltes Plakat. Eine Flagge, die das Klebeband nicht mehr trägt. Und noch einige vergessene Bälle neben nicht verkauften Kästen voller Industriebier. Im Supermarkt des geringsten Misstrauens bleiben alte Nachrichten, die Aufreger die Show ziehen weiter. Wetterwechsel schwingt in allem, hält den Kopf trüb umschlossen, späte Sonne bleibt fast ohne Kraft. Man sucht zusammen, was es braucht, vergisst sicher die Hälfte, meidet Gespräche, tritt wartend von einem Fuß auf den anderen, beobachtet Männlichkeitsverhalten und Fremdscham. Und ist irgendwann froh, Schritte weiter zu sein.

(Supermarkt des geringsten Misstrauens, früh am Tag wie schon lang nic…

10 July 2026 at 07:34

(Supermarkt des geringsten Misstrauens, früh am Tag wie schon lang nicht mehr. Zu der Zeit, in der die Kühltruhen noch fest verschlossen sind und eine Wolke eiskalter Luft freigeben, wenn man sie unvorsichtig aufschiebt. Zu der Zeit, in der Warenträger mit Obst und Gemüse durch die leeren Gänge geschoben werden. Zu der Zeit, in der die wenigen Menschen, die noch die Nacht abschütteln, auf einige von jenen prallen, die nie jemand anderen als sich selbst wahrnehmen. Zu wenig Raum in sonst noch stillen Hallen, und immer wieder atmet man aus, wenn man wieder den Straßenasphalt unter den Füßen spürt. Schwalbenkreise. Blasses Licht.)

Außentermine, Rückwege, Nieselregen und dem Mittag bleibe Sonne…

12 June 2026 at 12:58

Außentermine, Rückwege, Nieselregen und dem Mittag bleibe Sonne fremd. Räder hinterlassen dünne feuchte Spuren auf dem Parkplatzbeton. Der Supermarkt des geringsten Misstrauens hat seine Dekoration umgeordnet, Selbstzahlerterminal leuchtet müde hinter einer großen Flagge in Landesfarben. Lange Schlange an der Kasse, ein Praktikant, unsicher in Sprache und Verständnis, ein älterer Kunde, der einen krampfhaften Scherz versucht, und Augenblicke unangenehmen Schweigens so dicht und zäh wie Gewitterluft. Und dann weiter: Haustüren, Treppen, Heimbüro. Zählen. Und ausatmen.

Der Mittag findet sich in jener Nische zwischen kurzen, eng geplanten Termi…

26 May 2026 at 12:13

Der Mittag findet sich in jener Nische zwischen kurzen, eng geplanten Terminen; Werkzeuge schweigen, wütende Hunde bellen die Briefträger an und der alte Begriff scheint nicht mehr recht zu passen, weil kaum noch Briefe getragen werden. Bewegung entlang der Schattenlinien, Supermarkt des geringsten Misstrauens, neuer Praktikant, eine andere Fehlermeldung auf dem elektronischen Kassierer, kaum Kunden, kaum Personal und die Blumen der letzten Woche mühen sich redlich, noch einigermaßen frisch zu erscheinen. Kurzes Verweilen, Ortswechsel, zu warm.

(Mittag im Draußen, ein kurzer Einschub in einen vollen Kalender, Dun…

22 May 2026 at 13:02

(Mittag im Draußen, ein kurzer Einschub in einen vollen Kalender, Dunst über der Straße dort, wo die Kurve stadtwärts durch das Wohngebiet verschwindet, und wieder tanzt Pollenschnee langsam, fast schwerelos südwärts. Ein Gefühl von Schwindel, Unschlüssigkeiten, Aufgabenliste, Realitätsabgleich, eingehende Anrufe, ausgehende Nachrichten, Supermarkt des geringsten Misstrauens, neues Personal, angespannte Stimmung, ein anderer Wartebildschirm auf dem Selbstzahlerterminal und auch sonst keine neuen Fragen. Zurück. Immer noch milchiges Licht, aber der Asphalt ist warm.)

Dann Mittagspause, Blick über Kreuzung und Straße, Schritte trep…

5 May 2026 at 12:31

Dann Mittagspause, Blick über Kreuzung und Straße, Schritte treppab zum Bordstein, knappe Gespräche, andere Termine, mehrfach abgebogen, Supermarkt des geringsten Misstrauens und keine Tulpen, keine Rosen. Regenwolken flohen unverrichteter Dinge, nahmen den Vormittag mit und große Teile der für heute geschenkten Konzentration, und hier im Neonlicht zwischen den Regalen bleibt eine jahreszeitlose Kühle, die Nähe peinlicher Telefonate, die prall gefüllten Auslagen mit Sonderangeboten und die Erkenntnis, dass es bis zur nächsten saisonal geprägten Warenlieferung jetzt wieder länger dauern wird. Kopfnicken in Richtung besorgt wirkender Osterhasenhohlkörper, keine Antwort erwartend. Selbstzahlerterminals, fast schon vergessen, haben ihre staubigen Bildschirme verdunkelt, warten auf passende Anweisungen oder Abschaltungen oder relevantes Interesse, das niemandem gegeben scheint. Checkout, ohne Schlagzeilen. Und weiter im Takt.

Selber Nachmittag, selbe Stadt, anderes Viertel, etliche Stunden späte…

21 April 2026 at 17:39

Selber Nachmittag, selbe Stadt, anderes Viertel, etliche Stunden später: Eine Gruppe junger Männer umschleicht ein auf Hochglanz poliertes, tiefschwarzes Fahrzeug, das den Großteil des Straßenrandes vor der Kreuzung einnimmt und unter dem die Grundschulkinder der Häuserzeile bequem durchkriechen könnten. Anerkennendes Gemurmel stößt merkwürdige Gedanken über Gelände, Eignung, Wertigkeit und Ausdrucksformen von Individualismus an. Und Schuldgefühle, sowieso, immer. (Der Supermarkt des geringsten Misstrauens hat eine größere Warenlieferung erhalten, heute sind die Kurven enger, die Regale voller, neue Werbeposter im Eingangsbereich nötigen zu Datenspenden gegen Kleinstrabatte und Pseudoprämien und innere Abwehrhaltungen vermissen noch mehr als ohnehin schon den Bäcker im Eckhaus und eine Realität, in dem der von seinem Handwerk hätte über die Runden kommen können. Keine neuen Tulpen. Dafür neue Blätter an den großen Kastanienbäumen. Immer wieder: Immerhin.)

Statusgespräche und Planverschiebungen und technische Anfragen und uns…

20 April 2026 at 12:38

Statusgespräche und Planverschiebungen und technische Anfragen und unsichere Antworten und plötzlich wieder Aprilwind in den Haaren und Regentropfen auf den Wangen und den Asphalt der Nachbarschaft unter den Füßen. In den Pfützen schwimmen Kirschblütenblätter und gelbe Kreise von Pollen, ein schwerer Lastwagen fährt lange Rohre stadteinwärts, nervöse Fahrzeuge hinter sich wie eine wackelnde, verdreckte Schleppe. Supermarkt des geringsten Misstrauens, Warenlieferungen, welke Tulpen. Und noch ein paar Osterhasen, die auch der großzügige Rabatt nicht interessanter zu machen scheint. Zu schnell im Inneren, zu weit weg vom Äußeren. Der Tag rennt.

Mittagswind, Mittagssonne und immer noch, immer wieder ausreichend müd…

2 April 2026 at 12:37

Mittagswind, Mittagssonne und immer noch, immer wieder ausreichend müde. Durch die Straße weht harscher Geruch von Baustellen und Werkzeugen und Material, und es gibt Momente, in denen man den leichter wegsteckt, und Momente, in denen Benommenheit und Schwindel folgen. Feiertagsvorspiel im Supermarkt des geringsten Misstrauens, Ungeduld und Eile treffen auf Bevorratungstendenzen und das entspannte Durchmustern der immer noch überquellenden Süßwarenauslagen; Durchgänge sind versperrt, Wägen brechend gefüllt und wer irgend kann, hält Abstand zu allem und allen. Irgendwann fühlt man Parkplatzbeton unter den Füßen, überlegt, warum man eigentlich dort war, müht sich zurückzuerinnern, gibt schließlich auf und sucht wieder den Anschluss zum Tag und seinem Takt.

Kurze Schritte durch die Zwischenzeit, ein wenig außer Atem und ein w…

30 March 2026 at 12:55

Kurze Schritte durch die Zwischenzeit, ein wenig außer Atem und ein wenig orientierungslos: Wechselnde Regale im Supermarkt des geringsten Misstrauens, streikende Selbstzahlerterminals verhüllt nunmehr durch Stapel aus Osterartikeln und Gärtnerbedarf für einen nahenden Frühling; die hochprozentigen Mischgetränke lagern wieder in Greifweite über dem Kassenband und der neue junge Mann an den Knöpfen wirkt ebenso enthusiastisch wie hilflos angesichts der länger werdenden Schlange. Nervöses Wippen vieler Füße, Summen, das die Musik übertönt, und irgendwann freut man sich, wenn sich die Türen wieder öffnen und schließen. Sporadischer Regen. Dünne Kleidung. Alles viel zu kalt.

(Sichelmond, Parkbuchten, Restaurants gefüllt bis auf den letzten Plat…

21 March 2026 at 19:09

(Sichelmond, Parkbuchten, Restaurants gefüllt bis auf den letzten Platz. Supermarkt des geringsten Misstrauens: Weihnachtsbier im Sonderangebot, hochprozentige Restbestände und irgendwie findet alles Interessenten  zwischen den Aufstellern mit falschem Gras und den Regalen voller Süßkram. Abend genug, zumindest der Himmel ist still.)

Zweierlei Grau. Nasser Asphalt unter den Füßen, nasse Wolken &uu…

16 March 2026 at 17:14

Zweierlei Grau. Nasser Asphalt unter den Füßen, nasse Wolken über den Haaren. Supermarkt des geringsten Misstrauens, wieder Maschinenstreik, geschlossene Kühltruhe, Gewohntes, Ungewohntes, Zerbrochenes. Alte Herrschaften an der Kasse. Die App zur Ladenkette. Seltsame Argumente, Kopfhörer vergessen. Verschiedene Reflexe im Wettrennen miteinander. Belanglosigkeiten des Vorabends.

Und dann Mittag, im Wolkenlosen, Taktlosen, Formlosen. Ein Hund bellt den v…

2 March 2026 at 12:33

Und dann Mittag, im Wolkenlosen, Taktlosen, Formlosen. Ein Hund bellt den vorüberfahrenden Bus an. Durch den Supermarkt des geringsten Misstrauens schieben junge Menschen einen großen, noch geschlossenen Warenträger voller Schnittblumen. Werbebanner für die Rabattkarte des Hauses, Pasta-Sonderangebote, im Ausgangsbereich Kinder, die sich durch die kleinen Regale mit Sonderangeboten und Spielzeugen graben, Frösche aus weichem Kunststoff und Gartenzwerge mit deutlich zu groß wirkenden Schaufeln zutagefördern. Zipfelmützenwirklichkeiten, man grüßt und bezahlt und geht seines Wegs, schon wieder halb woanders.

Supermarkt der geringsten Mittagspause, des geringsten Misstrauens. Mehr Mi…

27 February 2026 at 12:57

Supermarkt der geringsten Mittagspause, des geringsten Misstrauens. Mehr Mitarbeiter als Kunden, mehr Waren auf Rollpaletten als in den Regalen, ein Aufenthalt eine Navigation suchend nach Trittflächen und Durchgängen. Zwei junge Menschen in dunkler Kleidung sortieren den Aufsteller mit Gutscheinkarten, die Frau an der Kasse erklärt einer aufgeregten Kundin seit Minuten geduldig die Pfandposten auf der Abrechnung. Irgendwo ruft das Telefon, der Leergutautomat schaltet in den Sorgenmodus. Wenige Schritte weiter zeichnet die Sonne glatt umgrenzte Schatten auf den Asphalt. Weiter mit dem Licht und der Zeit.

Später Exkurs in die Samstagsstadt: Wenn öffentliche Elektronik n…

14 February 2026 at 19:41

Später Exkurs in die Samstagsstadt: Wenn öffentliche Elektronik neu startet, schimmert digitale Infrastruktur durch, sichtbar für neugierige ebenso wie besorgte Blicke. Noch einige wenige Kunden im Supermarkt des geringsten Misstrauens, das Personal hat selbst gut gefüllte Warenkörbe, die Dienstverweigerung der Selbstzahlerterminals nimmt man gar nicht mehr wahr. Notwendigkeiten und anderes, schneller Weg entlang am Band. Und zurück ins Betondunkel.

Morgensprint, Mittagsleere, immer noch Grau über der Stadt. Einige wen…

23 January 2026 at 13:10

Morgensprint, Mittagsleere, immer noch Grau über der Stadt. Einige wenige Passanten trotzen dem unverändert kalten Wetter. Im Sperrbereich der Haltestelle parkt ein rostiger alter Kombi, von den Besitzern keine Spur. Leere Gänge auch im Supermarkt des geringsten Misstrauens. Wieder das wunderliche Gefühl, Personal zu begegnen, das man sonst aus anderen Neonwelten an anderen Fixpunkten dieser Wochen kennt. Automatenstreik, immer noch und mittlerweile in einer Phase, in der sich alle daran gewöhnt haben und keiner mehr fragt. Plötzliche Eile, Uhr aus dem Blick verloren, Türen schließen und sicher blieb auch heute wesentliches vergessen. Immer noch Winter ohne Schnee.

(Der Tag sollte sonniger bleiben als erwartet, aber kälter als gedacht…

2 January 2026 at 12:25

(Der Tag sollte sonniger bleiben als erwartet, aber kälter als gedacht. Erste Schritte um die Ecken des Hauses, erste Schritte in die Böen und kurz davor, wieder umzukehren. Im Supermarkt des geringsten Misstrauens wartet noch etwas Weihnachtsgebäck auf den Restpostenauslagen, mittlerweile zwischen preisgesenkten Nudeln und kleinen Flaschen hochprozentigen Kräuterlikörs. Leere Regale blicken auf volle, noch verpackte Paletten; einige junge Menschen in homogener Kleidung beschäftigen sich ohne besondere Hektik damit, all die Dinge an ihren vorgesehenen Ort zu verlagern. Warten an der Kasse, nicht gestimmt oder gewillt, über die Bindung der Aktionspreise an Mobilgeräte zu diskutieren. Sauberer Asphalt vor der Tür. Schmutzige Kombis. Und Unkraut zwischen Betonplatten.)

Halbwochen, Mittagslicht, der Montag in unregelmäßiger Form, sor…

22 December 2025 at 12:03

Halbwochen, Mittagslicht, der Montag in unregelmäßiger Form, sorgsam geformte Nachrichten, automatisch erzeugte Antworten und den Stunden fehlen Sonne und Schnee. Datentransfer quer durch den Kontinent und zurück nach gegenüber, man sieht den Paketen ihre Route nicht an, aber man fühlt eine gewisse Müdigkeit vom Weg. Exkurse in die Außenwelt, im Supermarkt des geringsten Misstrauens ruhen die Warenträger hinter dem Eingangsbereich kalt und leer unter Neonlicht, Rabatt-Aktionen für Feiertagsartikel werden zurückgebaut und die wenigen Nachbarn, die jetzt hier auf den Beinen sind, laden Kartoffeln, Rotkohl, klare alkoholische Getränke in ihre Wägen und Körbe. Bunte Kerzen blinken an einer dunklen Kette. Der Augenblick eingebettet in Weihnachtspop.

Mittag aus der lärmenden Stille, in den Gängen. Supermarkt des ge…

12 December 2025 at 12:44

Mittag aus der lärmenden Stille, in den Gängen. Supermarkt des geringsten Misstrauens, Neonhimmel, Augen von Kameras. Teenager im Pausenzustand, die Warenkörbe in erwarteter Weise gefüllt und viel zu oft fällt es schwer, eigene Prinzipien und Regeln zu haben, ohne in überhebliches Werten zu verfallen. Abbilder von Menschen, auf Kartons und Zeitschriften, künstlich, generiert, glatt. Aber die Anzahl der Gliedmaßen stimmt, die Genauigkeit wird besser, und einmal mehr schimpft jene innere Stimme, deren Meinung bislang noch immer ohne Bedeutung war. Zahlungsvorgänge, ausgelastetes Personal, Freundlichkeit als Kür. Und dann wieder hinaus, auf den Asphalt.

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