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Schritte über die trockene Wiese, Blüten mit dem nackten Bein str…

Schritte über die trockene Wiese, Blüten mit dem nackten Bein streifen. Und Brennesseln, eine andere Art von Berührung. Gewimmel von Insekten, die Zehen überströmen Ameisen. Dichte Wolken, wohin die Augen blicken. Immer noch drückendes Wetter, unentschlossen zwischen sommerheiß und sommerschwül. Blasse Sonne kein Regen. 

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(Die Wolken zogen gen Nirgendwo. Sonntagnachmittag, plötzliche Bewusst…

(Die Wolken zogen gen Nirgendwo. Sonntagnachmittag, plötzliche Bewusstwerdung des Wochentages, und der innere Affe gräbt in Kisten und Regalen nach Bällen, die sich heute schon werfen und jonglieren lassen. Im Hinterhof quieken Kinder, Wasser plätschert. Anderswo in der Straße wird ein Saiteninstrument gespielt, in den Klängen lebt eine eigenwillige Monotonie, die im Augenblick dösen und treiben lässt. Vorabend, die eigenen Umrisse spürend, den Rand des Selbsts zur Welt.)

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Sonntagnachmittag und immer noch hier, Tage wie in Watte gehüllt, ohne…

Sonntagnachmittag und immer noch hier, Tage wie in Watte gehüllt, ohne viel Ortsveränderung oder Inspiration oder Schwung. Fliegen auf nacktem Fußzeh. Nachbars Ratte wird neugieriger und mitunter entwickeln sich dicht gewachsene Büsche mit soliden Ästen zu ganz speziellen Hindernissen. Efeublätter zwischen hier und dem Himmel. Stunden wie Auslassungspunkte ... 

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Vorstadtgrün als Ausdruck von Geisteshaltung: Kurzer Schnitt, gerade L…

Vorstadtgrün als Ausdruck von Geisteshaltung: Kurzer Schnitt, gerade Linien, mehr Moos als Rasen, Blumen sowieso nicht. Der Platz dahinter ist ebenso korrekt betoniert, grenzt an drei offene Garagen, in denen große Fahrzeuge trocknen. Man sieht keine Kinder, keine Nachbarn und man ist hier draußen nicht böse darum.

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Zwischen den Vierteln. Parkanlagen vor der Blüte. Junge Menschen bauen…

Zwischen den Vierteln. Parkanlagen vor der Blüte. Junge Menschen bauen ein grellbuntes Zelt auf, Tische, Stühle, Papier daneben. Der Wind blättert kurz und gedankenlos durch die Broschüren  überlässt die Ideen und Texte dann wieder sich selbst. Jeder Nachmittag etwas lichter, etwas länger. Im fortgesetzten Winterbetrieb: Die eigenen Programme passen noch nicht. 

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Stunden weiter und wieder vor der Dämmerung: Rauher Hals, rauhe Stimme…

Stunden weiter und wieder vor der Dämmerung: Rauher Hals, rauhe Stimme, abgewetzte Konzentration, eine spezielle Art von Entspannung, eine sonderbare Art von Leere. Vereinzelte neue Schneeflocken, keine Sonne, die Straßenbahn aus dem anderen Viertel rumpelt über die Weichen und irgendwo viele Augenblicke weiter strömt ein leiser Fluss durch alte Brückenbögen nordwärts, trägt die Reflektionen des matten Vorabends mit sich, vorbei an Wiesen, die immer noch schmutzigbraun auf den Frühling warten. Müdigkeit, als greifbares Phänomen am anderen Ende des Tages.

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