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(Weiter unter den kleinen Kopfhörern, den Rädern ihre Richtung ge…

(Weiter unter den kleinen Kopfhörern, den Rädern ihre Richtung gebend, sich in akustischer Monotonie verlieren, die der Fahrt, dem Schwung, den vielen kleinen ständig zu treffenden Entscheidungen nicht in die Quere kommt. Die frühe Stadt ist immer noch leer, am anderen Supermarkt sitzt ein älterer Herr auf zwei Bierkisten und erwartet die Öffnung der Türen. Niedriges Grün neben den Papierkörben, voller Unrat und leerer Flaschen und die Bilder der Stadt scheinen in ihren Randbereichen immer ein wenig rauh und zerkratzt zu sein. Schließlich Bürokeller. Fahrstuhltür. Viel zu warme Enge. Protokollverletzung. Versuchter Smalltalk auf dem Weg an den Platz. Manche Fähigkeiten bleiben einem fremd.) 

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(Nebenstraßen, schmale Pfade, Wasser in den Senken, Handwerker schlep…

(Nebenstraßen, schmale Pfade, Wasser in den Senken, Handwerker schleppen und rollen schweres Gerät über die Bahn in den vor sich hin schlafenden Plattenbau. Die Parkfläche steht fast leer in diesen Tagen, an der Haltestelle warten nur zwei leere Bierflaschen, die Krähen haben sich in die Bäume am Fluss verzogen und der Güterzug auf den Gleisen übertönt alle Stille allen Lärm. Und dann Tiefgarage, Aufzug, Räume von sozialer Interaktion, in denen man sich nicht nicht verhalten kann. Erleichterung, als die Türen wieder öffnen. Noch kein rechtes Gefühl für das Selbst des heutigen Morgens.)

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(Büromorgen, Papierkommunikation und die eigene Unterschrift war schon…

(Büromorgen, Papierkommunikation und die eigene Unterschrift war schon geradliniger. Aber da ist Bewegung zwischen Tischen und Räumen und so manches Gespräch und noch mehr Kaffee und Süßkram in der gemeinsamen Küche. Noch immer kein vollständig gesetzter Plan. Noch immer nicht umgezogen. Pendlerkleidung hält fest in Pendlerstimmung und das passt gerade nicht mehr.)

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(Der Morgen drängt zu unruhigem Aufbruch, hin zu Fassadengrau und Kale…

(Der Morgen drängt zu unruhigem Aufbruch, hin zu Fassadengrau und Kalenderblau. Temperaturwechsel mit den Nachbarschaften, Asphalt unter Reifen und Schuhsohlen, im anderen Supermarkt räumen die Bediensteten noch die Regale ein, während die ersten Bürokunden ihren gehetzten, konzentrierten Marsch durch die Regale antreten. Vorsichtiger Gruß, rauhe Stimme, obwohl oder vielleicht weil heute noch nicht viele Worte intoniert wurden. Und dann Spiegelwand im Aufzug, viel zu viel Selbstbild, die Eigenwahrnehmung wird geordnet und man fragt sich, ab wann man zu sich ehrlich sein muss - und wo man das nicht ist. Dann laufen die Minuten weiter und solche Überlegungen bleiben zurück. Warten. Auf später.)

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(Haltepunkte auf der Route zwischen Fixpunkten: Warten an roten Ampeln. Bli…

(Haltepunkte auf der Route zwischen Fixpunkten: Warten an roten Ampeln. Blickkontakt mit der Müdigkeit von Pendlern. Straßenbahn auf rostigen Gleisen, besser wahrzunehmen als sonst und man wird sich der Tatsache bewusst, dass die Stadtgärtner schon vor Tagen die beiden großen Grünstreifen auf Zentimeterlänge zurückgeschnitten haben müssen. Pausen der Fahrt, Sinnieren über Algorithmen, Technologie, Werkzeuge und Kosten. Schlagworte, Konzepte, Ideen, Schultern von Giganten. Und schmerzhafte Unvoreingenommenheiten. Keine Antworten, von einfachen ganz zu schweigen.)

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(Der Morgen entscheidet auch selbst, ob die Strecke entlang der Häuser…

(Der Morgen entscheidet auch selbst, ob die Strecke entlang der Häuser führt oder durch die Flusswiesen, aber irgendwann führen alle Wege an diesselbe Kreuzung. Nebenstraßen, Touristen auf geliehenen Rädern und man erkennt sie gern an der Kleiderordnung, schwerer und dichter, als man der Jahreszeit zugestehen würde. Transporter parken entlang der Gebäude, offene Türen, Wäschesäcke und ein Hauch von Weichspüler; etwas weiter gräbt der Hotel-Hausmeister durch die Blumenbeete, seine Bediensteten fegen den Hof und das Treiben, das die Dinge instandhält, passiert immer im Schatten der ungesehenen Stunden, wie um solche profanen Notwendigkeiten vor den Stadtgästen zu verbergen. Etwas weiter verharrt eine Krähe, liegend, auf Steinboden vor der gläsernen Fassade, gestreichelt vom morgendlichen Wind, man ist in Bewegung aber dann ist da für einen kurzen Moment die gesamte drückende schwere Dunkelheit der Welt in diesem dunklen reglosen Vogel und man hat einen Kloß im Hals und kämpft gegen Wellen von Emotionen an und zieht trotzdem weiter und all das passiert innerhalb von Sekunden und dann schließen die Fahrstuhltüren, nach oben, zum zweiten Kaffee und zur heutigen Form. Kirchglocken über dem anderen Viertel, immer irgendwie Donnerstag, verhaltenes Blau über den Fluren, den Worten.)

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The joy of the winds: Scent of nights rain out there. Squares and sidewalks…

The joy of the winds: Scent of nights rain out there. Squares and sidewalks almost dried, but still some wet signatures left here and there to remember the thunderstorms to roll through earlier. Steering by mechanism, down more quiet small roads, crossing train lines and tram tracks and descending into the parking garage, its cold concrete mood, before most of the days topics and conversations start all over again. Kitchen mood and a few new insights included.

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Commuting, fast motion, cycling on sidetracks. The desire to avoid other pe…

Commuting, fast motion, cycling on sidetracks. The desire to avoid other people, other cyclists, the desire to avoid running into anyone this way or the other. Office still empty, swinging windows open wide, inviting in the city, the morning, the noise, all the fresh air floating in from the hills or at least the imagination of this happening. Engaged into first communications, fingers on keys, hood still up. Continued enforcement of a certain temporary distance. Until realities align a bit better again and that early mental dust feels like settling.

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(Ortswechsel auf kaltem Beton und man kommt Artgenossen mit teuren Zweir&au…

(Ortswechsel auf kaltem Beton und man kommt Artgenossen mit teuren Zweirädern in die Quere. Diese Tage haben überall viel Wut und Zorn und die Gesichter, denen man begegnet, tragen beides hart und überzeugt nach außen, das erbitterte Treten nach unten klingt in derselben Stimmung und einmal mehr hält man lieber Abstand, findet alternative Routen, versucht die Sonne in rissigem Himmel zu finden und eine Meinung dazu zu entwickeln, ob der Donnerstag wohl Schnee bringt. Immer nur eine Armlänge entfernt von Treppenhaus, Aufzug, Büroküche und dem Kaffee, zu dem man Unebenheiten kleiner Ausschnitte der Welt diskutiert. Mitunter auch nur mit sich selbst.)

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(Noch kein Wetterwechsel, milde Luft entlang des Flusses, Pendlerstimmung u…

(Noch kein Wetterwechsel, milde Luft entlang des Flusses, Pendlerstimmung und viel zu schnell unterwegs. Manchmal füllt sich die virtuelle Filmrolle an jeder zweiten Ecke, und manchmal zieht die Stadt vorüber, ohne dass man eines flüchtigen Moments habhaft wird. Anderer Supermarkt, voller Parkplatz, ein älterer Herr schiebt seinen Gehwagen durch die Eingangstür, schimpft über Jugendliche, Handwerker, Autos, Straßenbahn. Dickicht entlang der Mauer wuchert langsam in den Frühling, der Weg nach oben eingehüllt in eine Aura aus Parfum und Weichspüler, Graubartspiegelbilder, leerer Fahrstuhl, schlafende Zimmer. Immer wieder schnell angekommen und trotzdem nur halb.)

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A bright sky again, sunrise linings, hands freezing in a surprisingly cold…

A bright sky again, sunrise linings, hands freezing in a surprisingly cold morning. 7am, the narrow paths again, wheels on concrete and old brick roads, a freight train heading west through the junction. And stopping for a few short breaths, to listen to the monotonous, calming rhythm of steel wheels running across the tracks. Early morning stuck notifications and not completely caught up.

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Unterwegs auf zwei Rädern, das Jahr geteilt in Phasen, Pfade und Route…

Unterwegs auf zwei Rädern, das Jahr geteilt in Phasen, Pfade und Routen finden. Morgensonne spiegelt sich auf Pfützen, die die ganze Kreuzung abdecken. Eine neue Baustelle, schweres Gerät, Schleichwege, Bordsteine. Wütende Mitmenschen meiden, die sich überall finden lassen, ganz gleich, ob man bewusst sucht oder nicht. Und dann Büroküche. Feuchte Beine. Feuchte Schuhe. Hineinlauschen in die Struktur des Gebäudes, das zögernd wieder zu klingen beginnt.

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Zerzaust und grau im Bus, Konversationen mit den eigenen Schuhspitzen, die…

Zerzaust und grau im Bus, Konversationen mit den eigenen Schuhspitzen, die Suche nach genügend Abstand und Niche mindestens dann, wenn Mitmenschen und ihr kleiner Kosmos zu viel Raum brauchen. Kopfhörer-Insel, MØAA schwingt, außerhalb ziehen die Viertel in einem Meer aus konturlosem Licht vorüber. Wintermarkt, Riesenrad, Supermarkt, Hotel-Etagen, müde Geschäftsreisende. (Und dann Bürolobby, Aufzug, Schreibtisch. Und der Versuch, das mitgebrachte Summen wieder loszuwerden. Kurz vor dem Takt.)

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Commuting, in between, getting used to connections and moods of different p…

Commuting, in between, getting used to connections and moods of different places and people entering and leaving at different waypoints. Appointments, rescheduled for the third time now. Office elevators, the other kitchen, cracked bottles, wiping floors. Slowly reattached to this mornings flow.

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Out and in between, hurrying from stop to stop to make the train, yet caref…

Out and in between, hurrying from stop to stop to make the train, yet careful not to slide on icy surfaces. Not that easy. Also: Too many people, too close encounters, intimidating dogs, the scent of commuters vaping, and of energy drinks poured all across the interiors of the wagon. Missing sort of noise cancellation but for disturbing smells. Closing in on 8am, elevator, unsolicited notifications, meeting plans. Moving with the week.

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Entlang der Route: Zerbrochene Flaschen neben dem Müllcontainer. Eine…

Entlang der Route: Zerbrochene Flaschen neben dem Müllcontainer. Eine Pizza in einem durchweichten, erstarrten Karton. Jugendliche unter wuchtigen Kopfhörern rauchen zwischen den Wartehäuschen der Haltestelle, eine ältere Frau wischt auf ihrem Bildschirm durch die grellbunten Aufreger des Morgens. Dienstausweis, kritischer Blick auf die Fahrkarte, knapper Austausch von Worten hart am Rande der Höflichkeit. Überfrorene Wasserfläche spiegelt den Aufzug zu den Bürofluren. Krankmeldungen, Terminverschiebungen, Themenfindung in der Büroküche. Alles im weichen Sonnenaufgang.

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Zwischenstationen und Unorte. Viele kleine Inseln, große Kopfhör…

Zwischenstationen und Unorte. Viele kleine Inseln, große Kopfhörer, leuchtende Katzenohren und man nimmt seine kleine Welt mit, bewusst oder unbewusst. Spiegelungen von Gesichtern auf gläsernen Wänden, Fremdbild, Selbstbild, Sinnieren über Wahrnehmungen und Größe und die Ränder, an denen man endet und alles andere beginnt. Ein Hochhaus eine alte Fassade, trübe Zimmer und eine abgegriffene Gardine mit der Dekoration eines Kinderzimmers im Blickfeld, bevor die Türen schließen und der Zug wieder anfährt. Transit, quer durch die verschlafene Stadt.

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